Nach einem
7h Bustrip erreichten wir Abends um halb Acht Nuwara Eliya, abgekürzt auch Nureliya genannt. Der Ort ist das höchste, bewohnte Dorf in Sri Lanka und liegt auf 1850m - entsprechend kühl war
es. Auf Tripadvisor haben wir eine Unterkunft ausgemacht namens Nidwalden Resort - uns nahm es Wunder, was uns da erwartet und so nahmen wir uns ein Tuktuk und liessen uns dahin bringen. Das Haus
war dunkel, keine Reaktion als Ursina klingelte - erst als auch der Tuktukfahrer läutete hörten wir eine Regung und der Besitzer öffnete die Tür, frisch aus der Dusche kommend. Als JP erfuhr,
dass wir aus der Schweiz kommen war er nicht mehr zu halten - er servierte uns einen Znacht, der für ihn selber bestimmt war, offerierte uns ein Lion Bier, welches in Nureliya gebraut wird (das
musste er erst ins Dorf kaufen gehen) und er rief sofort seinen Bruder Raj an, welcher 7 Jahre in der Schweiz, in Nidwalden, lebte und nun in Colombo wohnt - wir durften mit Raj ebenfalls
telefonieren! :-) Da seine Frau in Kandy war und sie die Köchin im Guesthouse ist, nahm er uns zum Frühstück mit ins Dorf. Anschliessend besuchten wir die Pedro Estate, einen der grossen
Teeproduzenten in Nureliya, wo wir einen Einblick in die Teeproduktion bekamen. Tee ist in der Region sehr dominant, soweit das Auge reicht wachsen Teesträucher und Pflückerinnen sind an der
Arbeit. Pedro Estate verarbeitet ca. 10t Teeblätter pro Tag, eine Arbeiterin pflückt ca. 16kg - im Betrieb sind 1300 Mitarbeitende beschäftigt, ein grosser Laden!
Weiter gings per
Bus nach Hatton und von da nach Dalhouse, Ausgangspunkt für die Besteigung des Adam's Peak. Am Fuss des für Buddhisten wichtigen Pilgerberges übernachteten wir. Morgens um 3
Uhr nahmen wir die 7km und 1000Hm in Angriff. Ziel war es den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben. Zu Beginn war es flach, gegen Schluss war der Weg eine konstante Treppe, welche
stellenweise so steil war, dass man sich auf einer Leiter fühlte. Kurz vor 5 Uhr erreichten wir bereits den Gipfel und froren mit weiteren, durchs Band westlichen "Pilgern" der Sonne
entgegen. Als die Sonne um 5:56 Uhr aufgehen sollte, standen wir jedoch im Nebel - Pech gehabt. Es riss auch später nicht auf, so machten wir uns wieder auf den
Rückweg, durch üppige Vegetation, vorbei an steilen Felswänden, Wasserfällen und Stupas. Zum Frühstück waren wir bereits wieder zurück in der Unterkunft und machten uns anschliessend auf die
letzte Etappe in Sri Lanka, zurück zu Rita und Rangie auf die Naratale Estate in Amitirigala. Sri Lanka war echt eindrücklich und abwechslungsreich, sehr freundliche und offene Leute, uns hat es
super gut gefallen - 4 Wochen waren fast zu kurz! ;-) Heute, am 30.8., geht unsere Reise weiter, wir fliegen nach Delhi von wo es morgen weiter geht nach Leh in Ladakh, direkt auf 3600m - und
hoffen, dass wir die Höhe und Kälte noch gewohnt sind!
Surfing @ Arugam Bay, 22.8. - 26.8.
Eine neue sportliche Herausforderung brauchten wir nun, nachdem wir uns bisher in Sri Lanka noch kaum bewegt
hatten. Surfen, das wär doch was, dachten wir uns und mit Arugam Bay haben wir auch den richtigen Ort dafür ausgesucht. Es wimmelt hier nur so von braungebrannten, durchtrainierten Surfern und
Surferinnen. Wir passten schon bloss wegen unserem Bräunungsstadium noch nicht wirklich hierhin. Gleich am ersten Tag organisierten wir uns einen Surflehrer (ebenfalls braungebrannt, wohl von Natur
aus, und durchtrainiert) und schauten dem bunten Treiben auf dem Meer interessiert zu. Das kann ja wohl nicht so schwierig sein! Wir sollten bald eines Besseren belehrt werden:-) 1. Surflektion:
Treffpunkt um 8 Uhr, dann ist die Sonne noch nicht so stark. Nach einigen Trockenübungen wagen wir uns ins Meer. Schon bloss das Paddeln ist anstrengend, das Gleichgewicht auf dem Brett liegend
halten bei diesem Wellengang auch nicht ganz ohne und dann sollte man ja noch im richtigen Moment die Welle erwischen, einige Male kräftig paddeln und dann aufstehen und los surfen. Soweit die
Theorie! In Praxis kam ich zumindest nicht weiter als bis zum Aufstehen! Stephan zeigte etwas mehr Talent und ihm gelang auch das Aufstehen zeitweise. Nach einer Stunde "surfen", einem gefühlten
Liter Salzwasser im Magen und kraftlosen Armen brauchten wir erstmals eine Pause. Am Nachmittag liehen wir uns dann nochmals ein Surfboard aus, aber ohne Surflehrer gelang uns noch weniger. 2.
Surflektion: Bereits beim Aufstehen spürten wir unsere Arme und den Rücken. Wer hätte gedacht, dass dieses bisschen Surfen vom Vortag einen solchen Muskelkater zur Folge hat. Dann mein nächstes
Problem, was anziehen? Die Sonne hat am Vortag trotz vieler Wolken und unserem Platz im Schatten ihre Spuren hinterlassen, dem wollte ich nun nichts mehr hinzufügen. Wohl zum ersten und letzten Mal
hätte ich gerne ein Burkini in meinem Kleidersack mit dabei gehabt. Zu Beginn der Surflektion gab es wieder ein paar Trockenübungen und dann das grosse Warten auf die nächste passende Welle. Die
wollte und wollte nicht kommen und so wechselten wir die Surflocation. Surfbretter aufs Tuktuk und los gings zum Crocodile Rock - zum Glück ist der Name nicht Programm! Die Wellen dort sind besser
für Anfänger geeignet und schon bald konnten wir die ersten Erfolgserlebnisse verzeichnen. Noch etwas unbeholfen standen wir endlich auf dem Surfboard und ritten die ersten Wellen. Ein super Gefühl,
aber noch ein weiter Weg bis es endlich auch gut aussieht! Nach einer Stunde waren wir wiederum recht platt. 3. und letzte Surflektion: Nach einer fiebrigen Nacht war ich erleichtert, dass es mir
besser ging. Die nächste Surfstunde, warum nicht? Zumindest wollte ich Stephan begleiten. Wieder gings zum Crocodile Rock. Langsam steigt die Erfolgsquote. Wir schafften es sogar die Wellen ohne
"Anschubs" vom Surflehrer im richtigen Moment zu erwischen, aufzustehen und dann die Welle zu reiten! Nicht schlecht für den Anfang, ab jetzt versuchen wir es ohne Surflehrer weiter und klappern auf
unserer Reise alle Surfspots ab, die mit der Reiseroute zu vereinbaren sind. Vielleicht sind wir ja schon bald so gut, dass wir die Fotos nicht mehr zensieren müssen....:-)
Singharaja Rain Forrest, 21.8.2014
Es regnete - im Regenwald. Kein optimales Fotowetter und auch die Tiere schienen etwas wasserscheu, vor allem die Vögel zeigten sich kaum. Nach der gut drei stündigen Tour waren wir pflutschnass.
Trotz des Regens sahen wir drei endemische Sri Lanka Vipern, Affen, einen Lizard, handgrosse Spinnen, eine Wasserschlange und unzählige Blutegel - den letzten an meinem Bauch! :-)
Galle, 19.8. - 20.8.
In Galle, einer alten Kolonialstatt mit mediteranem Flair, genossen wir einfach mal nur das Meer, die Sonne und die Atmosphäre. Die Altstadt innerhalb des Forts ist sehr gut in Stand gehalten,
überall gibt es kleine Kaffees und Restaurants die zum Verweilen einladen - entsprechend viele Touris tummeln sich hier. Morgen geht es weiter in den Regenwald!
Colombo, 17.8. - 19.8.
Morgens um 5:15 holte uns ein Tuktuk ab für die Fahrt an den Bahnhof, welcher ca. 40km ausserhalb von Jaffna liegt, in der Ortschaft Pallai. Wir tukerten so etwa eine Stunde in den anbrechenden
Tag und passierten unterwegs die Grenze ins früher von den Tamil Tigers kontrollierte Gebiet - der Landstreifen schien noch ziemlich vermint zu sein, im 5m Abstand stehen noch Warnschilder. Die
Zugfahrt war sehr angenehm, nur hatte man ab und zu das Gefühl, als ob der Zug zu den Geleisen raus springt. Soweit kam es jedoch zum Glück nie. Mit etwas Verspätung traffen wir kurz nach 13 Uhr
in Colombo ein. Wir schnappten uns wieder das erste Tuktuk und bestanden darauf, dass wir mit der Kilometeruhr fahren. Die sei jedoch kaputt, und ausserhalb von Colombo fahre er sowieso nicht mit
dem Taxmeter. Fixpreis sei 800Rp. Wir haben ausgerechnet, dass der Fahrpreis etwa bei 500 liegen sollte. Also räumten wir die Rucksäcke wieder aus. Der neue Preis lag dann bei 700 - da war es uns
dann zu doof weiter zu diskutieren, wir räumten die Rucksäcke wieder ein und fuhren los. Die Unterkunft, Palm Nest, liegt im Pita Kotte Quartier, an ruhiger Lage. Anomi, unsere Gastgeberin
erwartete uns bereits und servierte uns einen Tee. Als wir sie fragten, was denn üblicherweise ein Tuktuk bis hierhin koste meinte sie 550. da haben wir mal wieder den Touripreis bezahlt!
Sie und ihr Mann haben 28 Jahre auf einer Bank gearbeitet und nun den Dienst quittiert, dieses Haus gebaut mit 3 Gästezimmern welche sie nun vermietet. Das Haus ist super konstruiert, das Konzept
ist, dass es überall offen ist, mit Lichtschächten von oben her, in unserem Zimmer hatte es ein Kiesbett, wo es am ersten Morgen rein regnete weil das Dach über dem Kiesbett ebenfalls offen ist -
war echt cool! Das Palm Nest ist wirklich sehr zu empfehlen!
Anomi schickte uns nach Diyatha Uyana, einem Park mit Marktständen und einem offenen Food Court. Wir waren echt hungrig, hatten weder Frühstück noch Mittagessen - daher hauten wir entsprechend
rein, es war super lecker: Rice und Curry, Egg Roti, Hoppers, String Hoppers, Banana Cookie - wir kugelten am Abend richtig nach Hause.
Am zweiten Tag wählten wir das Luxusprogramm, ein benachbarter Tuktukfahrer zeigte uns den ganzen Tag Colombo, von 9:15 - 20:00 waren wir unterwegs. Wir genossen es, wieder mal in einer grossen
Stadt zu sein. Neben den Sehenswürdigkeiten besuchten wir auch den Markt und ein paar Läden - nun haben unseren Traveller Look langsam beisammen! :-) wir haben euch ein paar impressionen von
Colombo und vom Palm Nest zusammengestellt, enjoy!
Mannar und Jaffna, 13.8. - 17.8.
Von Anuradhapura reisten wir mit dem Bus weiter Richtung Norden. Die nächste Station war Mannar auf Mannar Island, einer Insel welche über einen Damm mit Sri Lanka verbunden ist. Der Bus gab
Vollgas, bei den Baustellen hob es uns jeweils richtig aus den Sitzen, das Fahrgestell hielt jedoch den Strapazen stand. Um ca. 16:00 trafen wir auf der Insel ein und nahmen uns ein Tuktuk zum
"Mannar Guesthouse". Unser Zimmer war einfach aber ok, an die Ameisen haben wir uns gewöhnt, am Abend erschreckte im Bad ein Frosch Ursina! :-)
Wir streiften am Abend noch etwas durch die Ortschaft, sahen an der Küste wie Salz gewonnen wurde, deckten uns mit Bananen und Kokoscrackers ein und bestaunten eine grössere christliche Kirche.
Am nächsten Tag wollten wir mit einem Boot der Navy zu den Adams Islands, leider hat die Marine dieses Angebot vor ein paar Monaten eingestellt - was wollen wir nun machen? Schlussendlich liessen
wir uns von einem Tuktukfahrer die Insel zeigen, erst die Westküste welche viel Wind und Wellen hatte, dann die ruhige Ostküste, wo die Fischer ihre Netze am Leeren waren. Wir konnten auch einen
Blick in die Fischsammelstation werfen, wo die Fische mit Eis in Kisten gepackt und nach Colombo verfrachtet wurden. Für ein kg Fisch erhielten die Fischer umgerechnet 50 Rappen. Neben Fischen
wurden auch Krebse und Tintenfische gefangen. Auch werden auf Matten die Fische getrocknet um sie so haltbar zu machen. Die getrockneten Fische findet man auf allen Märkten. Weiter besuchten wir
den berühmten Baobab Tree, einen Affenbrotbaum mit sage und schreibe 19m Stammumfang! Zum Schluss durften wir in die Salzgewinnungsanlage, wo in grossen Becken Meerwasser verdunstet und das Salz
vewonnen wurde. Dann hatten wir Mannar gesehen, wir setzten uns in den Expressbus nach Jaffna und fuhren weiter in den Norden. Das Land hier ist sehr trocken, trotzdem hat es erstaunlich viel
Kühe, Esel und Ziegen auf der dürren Steppe. In diesem Teil von Sri Lanka hat es nicht mehr viele Dörfer, ab und zu fuhren wir an Kriegsruinen vorbei und an gesperrten Gebieten, es sollen hier
noch viele Minen vergraben sein. Die Leute sind jedoch überall sehr freundlich und hilfsbereit. Am Abend trafen wir in Jaffna ein und genemigten uns (an meinem Geburtstag) ein besseres Hotel! :-)
Im Cosy Restaurant gab es im Innenhof gemütlich ein eisgekühltes Bier und umso schärferes Shrimp Curry Jaffna Style, mmmhh!
Unser Hotel lag in Nallur, etwas ausserhalb des Zentrums von Jaffna. 100m entfernt liegt die No. 1 Sehenswürdigkeit der Gegend, der Hindutempel Kandaswamy Kovil. Schon früh am Morgen hörten wir
Trommeln, daher schlenderten wir am Morgen gleich in diese Richtung. Nach 50m mussten wir bereits die Schuhe ausziehen und barfuss weitergehen. Es hatte schon viele Leute um den Tempel, viele
haben eine Kokosnuss in der Hand, ein Pilger rollte sich sogar um den Tempel. Vor dem Tempel hatte es ein Feuer und eine Steinsäule. Im Feuer wurden kleine Zettel verbrannt, anschliessend
zerschlugen die Hindus ihre Komosnuss auf der Säule. Danach gingen sie in den Tempel. Wir gingen ihnen nach und schauten etwas unschlüssig rein - ein Polizist sah uns die Unschlüssigkeit an und
ermunterte uns, rein zu gehen. Vorher musste ich jedoch mein Hemd ausziehen, alle Männer waren oben ohne. Drinnen bereiteten sich alle zur Prozession vor. Auf Sänften wurden zwei silberne Pfaue
durch den Tempel getragen, begleitet von Trompeten und Trommeln. Ich stand da in der Menschenmasse als einziger Touri, knallweiss bis auf die braunen Arme vom Velofahren - war schon ein
spezielles Feeling!:-)
Am letzten Tag in Jaffna liessen wir uns von Bala die Insel zeigen. Bala ist bereits 66 Jahre alt und hat während dem Krieg für das Rote Kreuz als Fahrer und Übersetzer gearbeitet. Zuerst fuhren
wir raus zur Insel Punkudutivu von wo wir mit einem Schiff auf Nainativu übersetzten. Hier gibt es vor allem einen berühmten Buddhistischen Tempel, nebenan auch einen schönen Hindutempel. Die
hier liegenden Insel waren sehr umkämpft, davon zeugen viele Kriegsruinen und die immer noch grosse Militärpräsenz.
Unterwegs machten wir auch einen Stop bei den Fischern und schauten ihren Fang an, war wie immer spannend!
Am Nachmittag gings dann an die Nordküste, nach Kankesanturai und Keerimalai und am Schluss noch an den Strand auf Kareinagar wo wir uns das erste Mal ins Meer wagten. Leider war es nicht
wirklich eine Erfrischung, das Wasser war sehr seicht und daher etwa 30 Grad warm (gut, verglichen mit den temporären 36 Grad im Auto, als wir an einer Baustelle warten mussten, ist es doch eine
Abkühlung!).
Morgen geht's mit dem Zug zurück in den Süden nach Colombo, um 5:15 Uhr holt uns ein Tuktuk im Hotel ab - darum, gute Nacht! :-)
Das kulturelle Dreieck 10.8.-13.8.
Tag 1: Dambulla und Sigiriya
Nachdem wir bisher meist mit Taxi oder Tuk Tuk unterwegs waren, wollten wir uns für die Fahrt von Kandy ins
kulturelle Dreieck endlich mal in den ÖV vorwagen. Am Vortag hatten wir bereits die Bus Station erkundet....ein ziemliches Durcheinander und das meiste bloss in singhalesischer Schrift
beschriftet. Aber mit Rumfragen fanden wir den Bus dann doch noch. Der Bus sah dann auch am Reisetag vielversprechend aus, sogar mit Klimaanlage war er ausgerüstet! Um den Platz optimal zu nutzen,
wurde das Gepäck gestapelt und der Zwischengang auch noch mit Sitzen vollgestellt...vor der Abfahrt ergänzte dann noch ein Strassenmusikant uns Busreisende und es wurde kurzzeitig (der Musikant stieg
zum Glück bald wieder aus) etwas gar eng. Bei einem Kostenpunkt von 200 Rupien pro Person (ca. CHF 1.40) und über zwei Stunden Fahrzeit schaut man jedoch gerne darüber hinweg:) In Dambulla angekommen
hiess es wieder mal feilschen um den Preis für ein Tuk Tuk zum Höhlentempel und dann weiter zum Guest House in Sigiriya (ca. 20 km entfernt). Wir sind noch nicht richtig geübt im Feilschen und
zahlten wohl einen überhöhten Preis....naja wenigstens haben wir jemanden gefunden, der auf unser Gepäck aufpasste während wir die berühmten Höhlentempel erkundeten! Die Höhlentempel unter einen
Felsmonolith gebaut waren imposant, der Aufstieg schweisstreibend und die Steine vor den Tempeln fast zu heiss um sie barfuss zu betreten:) Später im Guest House wurden wir mit einem frischen
Lime-Juice begrüsst, Stephan versuchte sich als Kokosnusspflücker und wir genossen unseren Bungalow.
Tag 2: Sigiriya, Minneria Nationalpark und Giritale
Am nächsten Tag ging es zuerst nach Sigiriya, einer ehemaligen Stadt mit einem Königspalast, der auf einem rund
200m hohen Felsmonolith gebaut worden ist. Die Aussicht war super und die Anlage beeindruckend, obwohl mein Bedürfnis nach Ruinen ziemlich schnell erschöpft ist. Mein Highlight des Tages sollte erst
noch kommen, eine Jeep Safari zum nahegelegenen Minneria National Park, wo sich zu dieser Jahreszeit die Elefanten der Insel einfinden. Wow, war das ein toller Anblick als sich rund 20m von unserem
Jeep entfernt rund hundert Elefanten in kürzester Zeit vom Wald aus auf den Weg zum nahe liegenden See machten! Für die Nacht hatten wir zur Abwechslung mal wieder ein schönes Hotel gebucht...mit
traumhafter Aussicht und Livemusik am Abend. So lässt es sich gut leben! Am Abend zeigte aber unser Budget, dass wir nicht jeden Tag so über die Stränge schlagen dürfen sonst müssen wir zwischendurch
doch noch Teller waschen:)
Tag 3: Giritale - Anuradhapura
Geplagt vom schlechten Gewissen beschlossen wir unausgesprochen einen Budget Tag einzulegen. Das Luxushotel
haben wir zu Fuss verlassen, vollbepackt mit unseren Rucksäcken, wohl ein eher seltener Anblick, schlossen wir aus den erstaunten Gesichter der Angestellten. An einer Kreuzung in der Nähe des Hotels
warteten wir dann auf den Bus nach Anaradhapura. Der Direktbus liess auf sich warten darum nahmen wir für die erste Teilstrecke einen Bus mit anderem Reiseziel. Laute Musik schallte aus den
Musikboxen, der Bus war grellgrün dekoriert, als Klimaanlage diente diesmal der Fahrtwind und wir Beiden waren schon ein wenig eine Attraktion. Nach dem Umsteigen nochmals dasselbe bloss diesmal ohne
Musik (Gott sei Dank)...insgesamt 4h waren wir unterwegs für gerade mal 300 Rupien. Beim Guest House liessen wir es uns nochmals gut gehen, dafür haben wir es geschafft beim Nachtessen - Rice und Curry - endlich mal den
Preis in unserem Reiseführer einzuhalten. Für 150 Rupien pro Person im Takeaway wo auch alles Sri Lanker ihr Abendessen holen haben auch wir eingekauft und das Curry dann auf unserer Zimmerveranda
gegessen...war auf jeden Fall super gut und auch mal wieder genügend scharf!
Tag 4: Old Anuradhapura
Mit einem Tuktuk gings nach Old Anuradhapura, der alten Königsstadt, und zum Bodhibaum, der aus einem Ast des
Baums gezogen wurde, unter welchem Buddah die Erleuchtung erlangte. Unser Trip startete mit dem Besuch eines Tempels, welcher um einen grossen Felsbroken gebaut war und von welchem man eine gute
Aussicht auf die Umgebung hatte. Weiter tuktukerten wir zum Bodhibaum, einem der ältesten Bäume weltweit. Viele Buddhisten pilgerten hierhin, brachten Lotusblüten, Kokospalmen oder ihre kleinen
Kinder (die nahmen sie jedoch wieder mit!:-)). Der Bodhibaum sieht aus wie mehrere Bäume die beisammen stehen, er kommt einem gar nicht so als alter Baum vor. Es ist jedoch eine eindrückliche Anlage.
Die nächste Station war das Museum, wo wir als Eintritt für das Old Anuradhapura 25 USD bezahlen mussten. Das Museum war soso, die folgenden Stupas waren schon etwas eindrücklicher. 4 davon haben wir
gesehen, darunter die grösste von Sri Lanka. Weiter bekamen wir auch verschiedene Bäder zu Gesicht und auch eine Kantine, wo in der alten Zeit die 5000 da lebenden Mönche verpflegt wurden. Als
wir um 11:30 die letzte Stupa
besichtigten, waren wir richtig froh, dass die Tour zu Ende war. Bei über 30* im Schatten und Sonnenschein waren die Steinplatten so heiss, dass wir uns wie Tanzbären auf der Herdplatte fühlten (die
meisten Stätten durfte man nur barfuss betreten)! So brachte uns das Tuktuk zurück zum "Litte Paradise Tourist Guest House", wo wir unsere Rucksäcke schulterten und uns auf den Weg zum Busbahnhof
machten. Unser Tuktukfahrer half uns, den richtigen Bus nach Mannar zu finden - erst gings mit einem Bus nach Medawachchiya, wo wir glücklicherweise gleich Anschluss an den Expressbus nach Mannar
hatten, welcher am Morgen in Colombo startete. Das ging ja richtig flott! Um 16:00 trafen wir bereits in Mannar ein.
Kandy 8.8.-10.8.
Perhahera in Kandy und Erkundung der umliegenden Sehenswürdigkeiten wie der Hunas Fall und der Zahnpalast. Die Perahera war echt super mit zu erleben, wir stellten uns am zweiten Abend sogar ein
zweites Mal an die Strasse um dem Schauspiel zuzuschauen. Zwischendurch entflohen wir dem überfüllten und hektischen Städtchen in die reiche Vegetation von Sri Lanka.
Amitirigala 5.8.-8.8.
Die Anreise verlief problemlos... Morgens um 4 Uhr sind wir in Colombo gelandet und der Fahrer wartete bereits. Noch im dunkeln fuhren wir los in Richtung Amitirigala. Rechtzeitig zum Morgenessen
kamen wir in Naratale Estate, der Plantage von Rita und Rangie Amitirigala, an. Die folgenden 3 Tage wurden wir kulinarisch verwöhnt, konnten mit Rita die Gegend erkunden und lernten schon viel über
Sri Lanka dank der spannenden Gespräche mit unseren tollen Gastgebern.
Der Garten
Pfeffer
Zimt
Silberspitzentee
Ingwer
Gewürznelken
Bananen
Papaya
Pampelmuse
Neben diesen Gewächsen findet man auch Mango, Kokosnuss, Rambutan, Jackfruit, Ananas, Avocado, Kautschuk-Bäume und vieles mehr auf der Farm...