Galapagos, 6.7. - 12.7.15

Galapagos zusammen mit Nicole und Marc - ein Highlight zum Schluss unseres Reisejahres. Vor gut vier Wochen in Cusco buchten wir eine 8-tägige Cruise, nun ist es endlich soweit. In Guayaquil trafen wir die beiden Ferientechniker wieder - sie hatten eben eine turbulente Reise im Taxi und Bus hinter sich. Unser Hotel lag nah beim Flughafen und wir entschieden uns, früh zum Flughafen zu fahren da es noch zwei Ungereimtheiten mit unseren Flugtickets gab. Zum einen wurden die Tickets von Quito nach Galapagos ausgestellt, zum andern haben sie meine Namen durcheinander gebracht. Nachdem wir alle Galapagosformalitäten erledigt hatten führten diese Umstände dazu, dass wir nicht direkt einchecken konnten. Am Serviceschalter hiess es dann, dass für unser Flug eben das Gate geschlossen wurde - da der Papst Quito besuchte, wurde der Flug eine Stunde vorverlegt. Wir schauten die Dame am Schalter ziemlich ungläubig an - darf ja nicht wahr sein! Wir versuchten, unsere Reiseagentur zu informieren und machten uns auf die Suche nach anderen Flügen. Vier Plätze gab es bei LAN, doch nachdem wir grünes Licht von der Agentur fürs Buchen bekamen, waren die bereits weg. Schlussendlich fanden wir eine Lösung - wir buchten für den kommenden Tag einen Flug nach San Cristobal wo wir bei unserem Boot zusteigen können. Nach 8 turbulenten Stunden verliessen wir den Flughafen und besichtigten Guayaquil. Am zweiten Tag klappte dann alles - in San Cristobal wurden wir von Wilo, unserem Guide und von Henry, unserem Kapitän in Empfang genommen. Die restliche Gruppe erwartete uns am Hafen. Unser Schiff Nemo III, ist ein Motorsegelkatamaran und hat Platz für 16 Personen. Mit uns war das Schiff auf den letzten Platz gefüllt - die Kabinen waren ziemlich klein, aber sehr sauber und mit eigener Nasszelle. Wir bezogen unsere Kojen, montierten die Badehose und schon ging es los zu einem abgelegenen Strand, wo wir Seelöwen, Meerleguane, Krebse und verschiedene Vögel beobachten konnten. Endlich sind wir in diesem Naturparadies angekommen! Jeden Tag standen eine bis zwei Inseln auf dem Program, es gab viele Schnorchelausflüge, welche jeweils ein Höhepunkt waren - es gab so viele verschiedene Fische, Rochen, Haie und auch schwimmende Leguane und Seelöwen - es war schlicht faszinierend! Und auch die Erkundungstouren an Land waren genial. Jede Insel hatte ihren eigenen Charakter und individuelle Flora und Fauna. Auf Espagñola sahen wir tausende Meeresleguane und viele Albatrosse und Masked Boobies. Auf Floreana pinke Flamingos. Auf South Plaza gab es viele der gelben Landleguane. Bartolomeo, eine junge Insel und erst von ein paar Pionierpflanzen besiedelt, bestand nur aus Lavastein. Die Aussicht auf die umliegenden Inseln und das Meer war jedoch atemberaubend. Zwischen den Aktivitäten segelten wir übers Meer und genossen die Sonne und das Nichtstun. Ivan, der Koch an Bord verwöhnte uns täglich - nur der Wellengang minderte zwischendurch den Appetit. Am zweiten Abend assen nur vier Gäste Znacht - es schaukelte ziemlich auf dem Boot, und auch ich blieb auf der Brücke mit Blick zum Horizont und hoffte auf ruhigere Gewässer. Die Tage vergingen wie im Flug - am Donnerstag besichtigten wir den ganzen Tag Santa Cruz und die da lebenden Riesenschildkröten. Hier wechselte auch ein Teil der Gäste - ein paar verliessen das Boot, Neue kamen dazu. Wilo, unser Guide, ist gebürtiger Galapagoaner und wir sahen, dass ihm die Inseln am Herz liegen. Er wusste viel zu erzählen und erklärte uns Details zu den Tieren und Pflanzen. Die Kameras liefen heiss - zu Beginn wurde noch jeder Leguan fotografiert, mit der Zeit wurde man wählerischer. Es gab aber einen Berg von guten Bildern und es war eine Qual, auszusortieren. Die Besten habe ich nun zusammengestellt - ENJOY :-)